Klima - Hochwaldwetter

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Klima

Klima
Die nachfolgenden Tabellen "Klimadaten Forsthaus Beuren" listen die relevanten Klimadaten des laufenden und des Vorjahres nach Monaten auf. Die Tabelle des laufenden Jahres wird fortlaufend aktualisiert. Eine Erklärung der Fachbegriffe finden Sie jeweils am Ende der Tabelle. Summen und Mittelwerte werden für das gesamte Jahr und die Vegetationsperiode (Mai bis September) erhoben. Eine Ermittlung erfolgt nur für Zeiten und Werte die für die Klimamessung relevant sind.
Das folgende Diagramm zeigt die Niederschlagsentwicklung (ab 1991) und die Durchnittstemperaturentwicklung (ab 2012) nach Monaten.
Was ist eigentlich Klima?

Zwischen den meteorologischen Fachbegriffen Wetter, Witterung und Klima gibt es Unterschiede, deren Unkenntnis häufig zu Missverständnissen führt.

Wetter ist der physikalische Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem kurzen Zeitraum von Stunden bis hin zu wenigen Tagen. Dieser Zustand wird durch meteorologische Größen beschrieben, die an meteorologischen Beobachtungsstationen regelmäßig gemessen und aufgezeichnet werden. Dazu zählen unter anderem die Größen Lufttemperatur, Luftdruck, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Luftfeuchte, Bewölkung und Niederschlag.

Als Witterung bezeichnen die Meteorologen den durchschnittlichen Charakter des Wetterablaufs an einem Ort oder in einem Gebiet über mehrere Tage bis hin zu mehreren Wochen. Dieser Zeitraum ist wesentlich kürzer als jener, der der Definition des Klimas zugrunde liegt.

Unter dem Begriff Klima versteht man den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Gebiet über einen längeren Zeitraum. Als Zeitspanne empfiehlt die Weltorganisation für Meteorologie (WMO – World Meteorological Organization) Perioden von mindestens 30 Jahren. Es sind aber auch Betrachtungen über längere Zeiträume wie Jahrhunderte und Jahrtausende bei der Erforschung des Klimas gebräuchlich. Das Klima wird durch statistische Kennwerte der Atmosphäre charakterisiert, wie Mittelwerte, Häufigkeiten, Andauerverhalten oder Extremwerte meteorologischer Größen.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass den Definitionen der Begriffe Wetter, Witterung und Klima sehr unterschiedliche Zeiträume zugrunde liegen. So kann etwa aus drei aufeinander folgenden heißen Sommern nicht auf eine Erwärmung des Klimas geschlossen werden. Auch ist eine Reihe von kühlen Jahren in einem Jahrzehnt nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer Abkühlung des Klimas. Dies könnte der Fall sein, wenn sich die Abkühlung über mehrere Jahrzehnte hinweg fortsetzt.


Nachfolgend informiere ich Sie über die Klimaentwicklung in Beuren/Hochwald. Die Entwicklung wird ab dem Jahre 1991 dargestellt.
Ab diesem Zeitpunkt habe ich meine eigene kleine Wetterstation eingerichtet und auch Daten über Temperaturen und deren Entwicklung auf- und fortgeschrieben.

Das Klima und seine Entwicklung zeigt folgende Grafik auf. Die Erklärungen zu dieser Grafik finden Sie unter dem Diagramm. Stand: 31.07.2020

Das vorstehende Klimadiagramm nach Walter betrachtet in der angegebenen Klimaperiode die Entwicklung der Monatswerte von Niederschlag (blaue Kurve) und Temperatur (rote Kurve).
Eine Differenzierung findet nach der Anzahl der humiden und ariden Monate statt. Aride Bedingungen herrschen, wenn die (potenzielle) Verdunstung größer ist als der Niederschlag.
Umgekehrt gilt für humide Bedingungen, dass der Niederschlag die Verdunstung übersteigt.
Erklärungen
humides Klima: 10 - 12 humide Monate
semi-humides Klima: 6 - 9 humide Monate
semi-arides Klima: 3 - 5 humide Monate
arides Klima: 0 - 2 humide Monate
humid = feucht, niederschlagsreich
arid = trocken, dürr
perhumid = durchgehend niederschlagsreich, nass
Die Festlegung, ob ein Monat arid oder humid ist, erfolgt über Niederschlagssumme und Temperatur. Der Grenzwert liegt bei n = 2 t, wobei "n" der mittlere Monatsniederschlag in mm und "t" die mittlere Monatstemperatur in °C ist.
Im obigen Klimadiagramm nach Walter und Lieth werden die Achsen für Temperatur und Niederschlag im Verhältnis 1:2 skaliert. Liegt die Temperaturkurve oberhalb der Niederschlagskurve ist der Monat arid, liegt sie darunter, ist der Monat humid. Damit auch Standorte darstellbar sind, die sehr hohe Niederschlagswerte aufweisen, wird bei 100 mm Monatsniederschlag ein Skalenwechsel eingeführt.
Monate mit entsprechend hohen Niederschlägen werden als perhumid bezeichnet.
Die hier gezeigte Niederschlagskurve liegt nicht ganzjährig über der Temperaturkurve. Bei 3 Monaten liegt die Temperaturkurve höher. Es handelt sich also bei uns mittlerweile (Temperaturanstieg!) um ein semi-humides Klima.
Rechts unten sind die langjährigen Mittelwerte der Lufttemperatur und der Jahresniederschlagshöhe angegeben.


Hinweis:

Das Land Rheinland-Pfalz, Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung, hat 2014 eine Abhandlung mit dem Titel Klimawandelbericht - Grundlagen und Empfehlungen für Naturschutz und Biodiversität, Boden, Wasser, Landwirtschaft, Weinbau und Wald herausgegeben. Diese Broschüre empfehle ich Ihnen zur Lektüre. Sie können sie über folgende Internetadressen als PDF-Datei herunterladen: www.mwkel.rlp.de und www.kwis-rlp.de.
Werner Luck Hauptstraße 2
54413 Beuren/Hochwald
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